INZELL

Inzell ist eine Gemeinde und anerkannter Luftkurort im südlichen Landkreis Traunstein, Regierungsbezirk Oberbayern. Er ist bekannt durch das Bundesleistungszentrum für Roll- und Eisschnelllauf, das u.a. Trainingsstätte von Erhard Keller und Anni Friesinger-Postma war.

Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Traunstein
Höhe: 693 m ü. NN
Fläche: 45,35 km²
Einwohner: 4705 (31. Dez. 2016)
Bevölkerungsdichte: 104 Einwohner je km²
Postleitzahl: 83334
Vorwahl: 08665
Kfz-Kennzeichen: TS

Geographie
Geographische Lage

Inzell liegt in einem weiten Talgrund in den Chiemgauer Alpen, der vom Rauschberg, dem Zinnkopf, dem Teisenberg und dem Gebirgsstock des Staufen umrahmt wird. Im Ortsgebiet von Inzell nimmt am Zusammenfluss von Großwaldbach und Falkenseebach (Maderbach) die Rote Traun ihren Anfang. Inzell wird auch als das Tor zum Berchtesgadener Land bezeichnet. Der Grund dafür ist die Zwing, eine Bergenge zwischen Inzell und Weißbach, die den Chiemgau vom Berchtesgadener Land trennt.
Nachbargemeinden

An Inzell grenzen im Westen die Gemeinden Ruhpolding und Siegsdorf (beide Landkreis Traunstein), im Norden und Nordosten der Markt Teisendorf und die Gemeinde Anger, im Osten die Gemeinde Piding, im Südosten am Hochstaufen die Stadt Bad Reichenhall und im Süden die Gemeinde Schneizlreuth (alle Landkreis Berchtesgadener Land).


Geschichte

Nach Gründung des Klosters Sankt Zeno bei Reichenhall übergab Erzbischof Conrad von Salzburg am 20. September 1177 „dem hl. Zeno und seinen Klosterbrüdern das Gut und den Wald Inzella“. Schon 1195, nach Erbauung der Kirche St. Michael, wird Inzell durch Abtrennung von Vachendorf selbständige Pfarrei und Hofmark. Der Sitz der Hofmark, das Schloss Inzell, fiel der Säkularisation zum Opfer und wurde 1811 abgebrochen. Inzell wurde im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern 1818 eine selbständige politische Gemeinde. Wie schon im Wappen zu sehen ist, war der Bergbau und die Verhüttung der Erze eine wichtige Einnahmequelle der Ortschaft Inzell. Zuerst wurde am Hochstaufen und von 1665 an fast 150 Jahre lang am Inzeller Kienberg, dem Nordabhang des Rauschbergs, Blei und Zink abgebaut. Im jetzigen Ortsteil Schmelz wurde das Erz aufgeschmolzen.


Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Gemeinde

Anton Cajetan Adlgasser (1729–1777), Domkapellmeister zu Salzburg
Michael Höck (1903–1996), Geistlicher
Johannes M. Höck (1902–1995), Benediktiner Abt von Ettal und Scheyern, Konzilsvater
Ludwig Schwabl (1921–2007), bayerischer SPD-Landtagsabgeordneter
Robert Hültner (* 1950), Kriminalschriftsteller
Regine Mösenlechner (* 1961), Skirennläuferin
Thomas Dufter (* 1966), Nordischer Kombinierer

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

Rudolf Lenz (1920–1987), österreichischer Filmschauspieler (Förster vom Silberwald). Grabstätte am Inzeller Friedhof
Peter Wirnsberger (* 1958), Skirennläufer
Armin Bittner (* 1964), Skirennläufer (verheiratet mit Regine Mösenlechner)
Günter Traub (* 1939 in Schweinfurt), Eisschnellläufer, Weltrekordhalter
Erhard Keller (* 1944 in Günzburg), Eisschnellläufer, Olympiateilnehmer, zwei Olympiasiege
Monika Pflug (* 1954 in München), Eisschnellläuferin, Olympiateilnehmerin, Olympiasiegerin

Quelle: Wikipedia.de